| Geburtsprobleme Geburtsprobleme sind bei Katzen eher selten, meist geht die Geburt reibungslos und die Mutter weiß instinktiv was zu tun ist. Wobei ich sagen muss Probleme sind immer relativ, für mich sind Wehenschwäche, Steisslagen, ein feststeckendes Baby, lange Austeibungensphasen, keine direkten Probleme. Bei mir fängt ein Geburtsproblem erst bei sehr starken Blutungen und/oder Kaiserschnitt an.
Bei der Steisslage ist alles angewinkelt und das Baby kommt mit dem Po zuerst, ohne das was zu greifen ist. Oftmals geht es trotz Wehen nicht mehr voran und das Baby kann nicht austreiben. Nun Kann es Kompikationen geben. Anfänger in der Zucht sollten sich in dieser Situation besser mit dem Tierarzt beraten. Hat die Katze mehr als 2 Stunden Presswehen ohne das ein Baby ausgetrieben wird, sofort zum Tierarzt. Ebenso wenn die Presswehen schon da sind und plötzlich aufhören. Ursache für beides kann sein, ein totes Kätzchen das den Geburtskanal blockiert, oder sich eines quergelegt hat, oder ein zu grosses überentwickeltes Kitten im Geburtskanal liegt. Dann kann es sein das ein Kaiserschnitt unumgänglich ist. Das heisst Tierarzt, Röntgen und weitersehen. Es gibt auch eine Gebärmutterschlaffheit bei Kätzinnen (gar nicht mal so selten). Sie ermüdet plötzlich, die Wehen werden schwächer oder hören ganz auf bevor oder nachdem das erste Kätzchen geboren ist, obwohl offensichtlich ist, das noch Kitten im Bauch sind. Die Katze wirkt ausgelaugt, schlapp und müde. Tierärztliche Hilfe ist dann unumgänglich!! Da ist das Mittel der Wahl "Calcium Frubiase" Ursache dafür ist oft eine Störung des hormonalen oder metabolischen (stoffwechselbedingt) Gleichgewichts. In ganz selten Fällen auch eine innere Verletzung z.B. durch einen Sturz der Kätzin in der Tragezeit. Der Tierarzt wird entscheiden ob eine Injektion des Hormons "OXYTOCIN" nötig ist oder die Katze an ein Wehentropf gelegt werden muß um die Wehen wieder in Gang zu bringen und der Geburt einen normalen Fortgang zu geben oder aber ob das Problem doch so schwierig ist, das ein Kaiserschnitt gemacht wird. Das muss auf jedenfall auch die Röntgenaufnahme entscheiden. Ein Kaiserschnitt ist eigentlich ein schneller Eingriff und für einen geübten Tierarzt absolut kein Problem. Erwacht die Kätzin aus der Narkose und nimmt ihre Babys an, kann man von Glück sagen. Meist ist es aber nicht so. Dann ist der Züchter gefragt. Man darf erstmal ein paar Stunden vergehen lassen ohne beizufüttern. Oft nimmt die Kätzin nach 8 - 12 Stunden ihre Kitten an. Tut sie es nicht muss man alle 2 Std. zufüttern (auch Nachts) mit angerührter Kittenaufzuchtsmilch. Es kann sein das man kurzfristig nach einem Kaiserschnitt das/die Kitten eine zeitlang per Hand ernähren muss, man sollte aber immer wieder die Kleinen bei der Mutter anlegen. Auch nach einer normalen Geburt ist die erste Woche immer kritisch und ich beobachte Mutter und Kitten immer ganz genau. Ich bekomme dann für die ersten 3 Tage nach der Geburt Spritzen (ich habe Spritzen gelernt von meiner Tierärztin!!) aus einem Gemisch Calcium Frubiase, dazugemischt ist ein Stärkungsmittel, was auch den Milchfluss anregt. Sowie 2 Stunden nach der Geburt 1 Spritze Oxytocin (gering dosiert), was die Geburtsreste rausbefördert und die Gebärmutter säubert. Nach einer Geburt sollte die Kätzin nach 24 Stunden spätestens, nach einer Erholungspause, aus der Wurfkiste kommen, die Toilette besuchen und Futter verlangen. Die meisten machen es ja schon eher. *Was ich auch aus jahrelanger Erfahrung noch mitgeben kann ist: Hinter die Kulissen geschaut, war es so, das die Kätzinnen in einem grosszügigen Aufzuchtskäfig gehalten wurden mit Katzenklo drin. Die Züchterin war berufstätig und meist 9 Stunden ausser Haus und wunderte sich, das die Katzen Abends nicht ihr Klo besucht hatten und als sie sie rausliess, sie wie verrückt sofort zum nächsten Klo rannten und alles abliessen was sich den ganzen Tag aufgestaut hatte. Nach 3 Wochen, massiver Durchfall und Erbrechen und bei einigen eben 8 Wochen nach ihren Geburten erhebliche Darmprobleme. *wenn sie sich länger ausserhalb der Wurfkiste aufhält und auch auf Rufen ihrer Welpen nicht die Wurfkiste aufsucht. *bei Fieber, Durchfall, Fressunlust der Mutter - sofort zum Tierarzt!! *wenn sich das Gesäuge hart und heiss anfühlt. * Bei Abnahme oder Mickern der Kitten, sowie bei starker Unruhe der Kitten. |